Umwelt-Donald

Diese Woche hatte ich eine seltsame Idee: Was, wenn Donald Trump eigentlich ein ganz Schlauer ist und nicht mal seine Anhänger haben das bisher bemerkt und seine eigentlichen Pläne zur Weltrettung durchschaut?!

Ausgangspunkt für diese Idee war die Abschlusserklärung des G 20 Gipfels diese Woche in Baden Baden. In ihr fehlt, das erste Mal in der Geschichte dieser Zusammenkünfte der führenden Wirtschaftsnationen, die gegenseitige Versicherung zum Freihandel und gegen Protektionismus. Eine Zeitenwende: Das erste Mal ein Schritt GEGEN eine fortschreitende Globalisierung.

Da dies, vertraut mach Fachleuten, gleichbedeutend ist mit mangelndem weiteren Wirtschaftswachstum und schwindender Produktivität, dem Verschwinden günstiger Produkte und somit der Minderung der Kaufkraft der Unterschichten, wird Donald Trump dadurch auf lange Sicht vielleicht der größte Umweltschützer aller industrieller Zeiten werden. Denn wenn die Menschen der USA sich weiterhin nicht mehr leisten können und das wenige dann noch durch die heimische Produktion immer teurer wird, werden zukünftig weniger Containerschiffe die Meere verseuchen, weniger CO2 und Gifte bei der Produktion von Billigprodukten in China entstehen. Die Menschen können sich weniger private Reisen und Flüge leisten. Und auch die Weltwirtschaft an sich wird massive Abstriche machen in den Bonuszahlungen und Flugmailen der Manager, ihren energieverschwendenden Arbeits- und Lebensweisen.

Selbst Unruhen können daran wenig ändern: Welche Alternative gibt es denn zum Populismus und zum Faschismus? In der Türkei hat jetzt schon die Qualität des Meeres zugenommen, weil 30% weniger Touristen kommen. Wahrscheinlich gilt das auch für die Luft, durch die weniger Touristenflieger fliegen usw. Doch: Was werden die Unterschichten, die Abgehängten wohl machen, wenn sie merken, dass selbst die Stammtischparolen und Ideen von ihrer besseren Welt, ihnen zu noch weniger Wohlstand verholfen haben? Das ist die entscheidende Frage. Wissen wütende und enttäuschte Menschen, dass sie auch immer noch mehr verlieren können, aufgrund ihres irrsinnigen Verhaltens? Fangen sie irgendwann an, sich in ihre perspektivloses stagnierendes Schicksal zu fügen? Nehmen die Mittelschichten hin, dass sie eigentlich nur dankbar sein können, nicht noch weiter abzurutschen? Wird sich die Bildungselite mit ihrem abgehobenen Diskus, ohne politische Folgen, begnügen, im Lesen von Büchern ihre Erfüllung finden?

Nach dem zweiten Weltkrieg war das der Fall: Die Menschen haben mühsam die Schäden ihres eigenen narzisstischen Größenwahns beseitigt und sich ein „kleines Glück“ zurück geholt, das aus wenig Luxus bestand und viel Familiensinn besaß. „America first“: Vielleicht meint das etwas ganz anderes, als wir alle bisher vermutet haben.

 

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