Seehofer gehört nicht zu Deutschland

Nach dieser Woche haben wir Deutschen nun endlich wieder eine Regierung und wissen, dass der Islam nicht dazu gehört, sondern unsere christlichen Werte unsere Grundlage sind. Da frage ich mich natürlich sofort, was denn mit diesen Werten gemeint ist. Vielleicht die Ausgrenzung und Demütigung von Frauen, die die katholische Kirche seit Jahrhunderten praktiziert? Oder den Missbrauch von Kindern durch Priester, der dann gemeinschaftlich geleugnet und vertuscht wird? Oder das Missionieren minderwertiger Völker, die Hexenverbrennung, das Quälen von Homosexuellen, das Segnen von Waffe und Kriegen? Oder vielleicht auch Ministerpräsidenten von Bayern, die ihre Frauen betrügen, mit jüngeren Frauen außerehelich Kinder zeugen und das anscheinend als echtes „Mannsein“ verstehen?

Als Deutsche und Bayerin und Kind zweier Kriegsflüchtlinge, als ehemalige Klosterschülerin und Studentin der Frankfurter Schule, als freie Wissenschaftlerin und beratende Psychologin kann ich, wenn ich mich um Objektivität bemühe und aus Erfahrung rede, Herrn Seehofer eine Diagnose aussprechen: Grau und blass und abgekämpft, wie er aussieht und daherredet, ist seine Zeit vorbei. Herr Seehofer gehört bald nicht mehr zur deutschen Politik. Und noch einen Schritt weitergedacht, gehört er einer Vergangenheit an, für die man sich schämt und hoffentlich auch immer noch die Verantwortung übernimmt, als Deutsche und Kind von Flüchtlingen und Frau und Wissenschaftlerin. Denn wir leben immer noch in einem Land, das Schuld und Scham für solch demütigende, dumme, hassschürende Abwertungen, die unsere Politiker verschulden, auf sich läd. Denn sie werden immer noch von uns (wenn auch nicht von mir) gewählt.

Ich möchte keine Männer in diesem Land haben, die glauben, sie hätten ein Recht darauf, sich nicht an die Regeln zu halten, die Frauen abwerten, sich mit dummen Machoallüren brüsten, glauben, ihnen gehöre die Welt und alle anderen müssten sich, minderwertig, unterordnen. Dabei ist mir ihre Hautfarbe und Staatsangehörigkeit egal und es ist mir auch egal, ob sie gewählte Politiker sind. Sie müssen bestraft werden, in ihre Heimat zurückgeschickt werden, egal ob Kaukasus oder die Alpen. Und dort sollte man sie, mit allen Mitteln bestrafen: Sie ins Abseits des Geschehens verbannen, wo sie keinen Schaden mehr anrichten können.

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